06.07.2016|Karlsruhe

Bewerberrekord beim Landespreis für junge Unternehmen

20 haben es in die Vorschlussrunde geschafft

Karlsruhe, 05.07.2016. 604 Kandidaten, und damit so viele wie noch nie, haben sich in diesem Jahr um den Landespreis für junge Unternehmen beworben. 20 von ihnen wurden jetzt für die zweijährlich von der baden-württembergischen Landesregierung und der L-Bank vergebene Auszeich­nung nominiert.

„Die Bewerber zeigen mit ihren innovativen Konzepten, sozialem und unternehmerischem Engagement auf beeindruckende Weise, dass Baden-Württemberg ein starkes Gründerland ist“, betont Gisela Erler die Leistungsfähigkeit der nominierten Unternehmen. Die Staatsrätin im Staatsministerium ist die Vertreterin der Landesregierung in der mit weiteren Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik besetzten Jury des Landespreises. Nach einer Vorauswahl werden sich die besten Unternehmer am 7. Juli 2016 den Juroren in Stuttgart in der L-Bank präsentieren. Erler: „Der Unternehmergeist in Baden-Württemberg ist lebendiger denn je.“

Die Top-20-Unternehmen des Landespreises, die sich in bisherigen Vorausscheidungen durchgesetzt haben, spiegeln die Vielfalt der baden-württembergischen Wirtschaft wider. Kleinere Betriebe gehören ebenso zum Kreis der Besten wie Firmen mit 50 und mehr Mitarbeitern. High-Tech-Firmen der Informations- und Kommunikationstechnik und Medizin- oder Biotechnologie messen sich mit digitalen Medienunternehmen, innovativen Maschinenbauern, Ingenieuren und Handwerkern sowie mit einfallsreichen Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Kreativwirtschaft.

„Wir suchen Persönlichkeiten mit neuen Ideen, die das Land fit für die Zukunft machen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, erklärt Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, die Bewertungs­kriterien der Jury. „Es ist uns wichtig, den Mut, den Menschen beweisen, wenn sie ein Unternehmen gründen, auch öffentlich zu honorieren.“ Für Nawrath ist die Einladung zur Jurysitzung bereits ein Teil der Ehrung selbst. „Wenn man als Unternehmen zur Endrunde eingeladen wird, kommt man in eine Fachjurydiskussion hinein, in der man reflektieren muss, was man macht. Dieses Feedback ist unbezahlbar. Und schließlich gehört zur Auszeichnung als Landespreisträger nicht nur ein beachtliches Preisgeld, sondern auch das Prädikat, zu den besten jungen Unternehmen in Baden-Württemberg zu gehören.“

Die Top-10-Unternehmen werden am 25. Oktober 2016 im Rahmen eines Festaktes im Neuen Schloss in Stuttgart von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und dem Vorsitzenden des Vorstands der L-Bank, Dr. Axel Nawrath, geehrt. Die drei erst platzierten Unternehmen erhalten Geldpreise in Höhe von 40.000 Euro (Platz 1), 30.000 Euro (Platz 2) und 20.000 Euro (Platz 3). Mit insgesamt 90.000 Euro ist der Landespreis, der bereits zum elften Mal vergeben wird, einer der höchstdotierten und teilnehmerstärksten Unternehmerpreise in Deutschland.

Hintergrund

Der Landespreis für junge Unternehmen wird alle zwei Jahre gemeinsam von der Landesregierung und der L-Bank ausgeschrieben. Schirmherr des Wett­bewerbs ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Gesucht werden wirtschaftlich erfolgreiche Firmen aller Branchen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben und die durch verantwortungsbewusstes unter­nehmerisches Handeln einen vorbildlichen Beitrag zu einer zukunfts­fähigen Gesellschaft leisten. Zugelassen sind Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2005 gegründet oder übernommen wurden und mindestens zwei volle Bilanzjahre vorweisen können. Die zehn Besten werden am 25. Oktober 2016 im Neuen Schloss in Stuttgart ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro. Damit ist der Landespreis für junge Unternehmen, der 2016 bereits zum elften Mal vergeben wird, einer der höchst dotierten und teilnehmerstärksten Unternehmerpreise in ganz Deutschland. Die diesjährige Bewerberzahl von 604 Betrieben stellt einen neuen Teilnehmerrekord in der Geschichte des Landespreises dar. Insgesamt haben sich in den vergangenen 18 Jahren rund 5.100 Unternehmen um die Auszeichnung beworben. 

Weitere Informationen und Pressefotos: www.landespreis-bw.de

Twitter-Hashtag: #Landespreis    


Ihr Presse-Ansprechpartner bei der L-Bank: 

Detlef Grabowski, Tel. 0721/150-1333, detlef.grabowski@l-bank.de 


Ihr Presse-Ansprechpartner im Staatsministerium:

Christoph Neethen, Tel. 0711/2153-310, christoph.neethen@stm.bwl.de


Die nominierten Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge:

·       Aircraft Design & Certification Ltd., Neckargemünd, www.aircraftdc.de

·       b2 Biomarkt GmbH, Balingen, www.b2-biomarkt.de

·       BioMed X GmbH, Heidelberg, www.bio.mx

·       CeGaT GmbH, Tübingen, www.cegat.de

·       Datavard GmbH, Heidelberg, www.datavard.com

·       Die Ligen GmbH, Stuttgart, www.die-ligen.de

·       Essert GmbH, Ubstadt-Weiher, www.essert.com

·       Kraus Maschinenbau GmbH, Spaichingen, www.krausmb.de

·       KUNBUS GmbH, Denkendorf, www.kunbus.de

·       LeaseRad GmbH, Freiburg, www.jobrad.org

·       Lightshape GmbH & Co. KG, Stuttgart, www.lightshape.net

·       Magictail GmbH, Waldkirch, www.magictail.de

·       mb-Vermarktung, Schwäbisch Hall, www.mb-vermarktung.de

·       Oettinger GmbH, Malsch, www.oettinger-bau.de

·       OPASCA GmbH, Mannheim, www.opasca.com

·       Sallys Entertainment- & Handels- GmbH, Waghäusel, www.sallyswelt.de

·       s'Hebammenhaus GbR, Villingen-Schwenningen, www.shebammenhaus.de

·       Socialbit GmbH, Markdorf, www.socialbit.de

·       Zedler - Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit GmbH, Ludwigsburg, www.zedler.de

·       zigzag GmbH, Stuttgart, www.zigzag.is

Kurzvorstellung der Unternehmen (alphabetische Reihenfolge):

Aircraft Design & Certification Ltd. in Neckargemünd

Zugelassen fürs Nichtnormale

„Kerle, was machsch du do eigendlich?“ Diese Frage seiner Mutter brachte Marcus Basien regelmäßig in Verlegenheit, denn schon als Angestellter beschäftigte er sich mit einer recht komplexen und nicht immer leicht zu erklärenden Materie: der Zulassung von Flugzeugen. „300 bis 400 Flug­stunden für Analysen und Tests sind keine Seltenheit, um eine Zulassung zu erhalten.“ Aber Basien war fasziniert „von den Kleinigkeiten, die sich auf das Gesamte auswirken.“ Und so gründete er zusammen mit Boris Kölmel im Jahr 2005 die Aircraft Design & Certification Ltd. in Neckargemünd. Sie bietet Unternehmen die Zulassung von Flugzeugen. „Heute schaffen wir mit unseren acht Mitarbeitern die Zulassung oft in weniger als 100 Flug­stunden“, so Kölmel. Dabei versteht sich die Truppe nicht als reiner Dienst­leister, sondern auch als Partner in der Entwicklung von Flugzeugen, vor allem, sobald es um spezielle Problemstellungen geht: „Wenn etwas nicht mehr normal ist, ist es ein Projekt für uns“, erklärt Basien. Ein Beispiel dafür ist die Mitentwicklung eines Solarflugzeugs, für das sie zunächst die Zulassungskriterien erarbeiteten und diese dann am Flugzeug mit umsetzen halfen. (www.aircraftdc.de)

 

b2 Biomarkt GmbH in Balingen

Werte statt Preise

„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“, wusste schon Winston Churchill. Vollwertige, biologisch erzeugte Lebensmittel sind mit Sicherheit ein guter Anfang. Das dachten sich auch Sabine Franz, Stefan Schopf und Maximilian Bess. Die Gründer des b2 Biomarkts in Balingen mit einem Standort in Rottweil wollen die Wert­schöpfungskette „vom Acker bis auf den Teller“ schließen. Zusammen mit drei Mitarbeitern verkaufen sie biologisch angebaute Produkte im eigenen Laden oder, zu leckeren Mahlzeiten verarbeitet, in den eigenen Bio-Bistros. Wer es besonders frisch und regional mag, kann hier sogar Gemüse aus der b2 Bio-Gärtnerei kaufen. Die meisten Lebensmittel lassen sich auch im Online-Shop bestellen und werden direkt zu den Kunden nach Hause gebracht. „Wir denken in regionalen Wirtschaftskreisläufen“, erläutert Stefan Schopf. Regionale Wirtschaftskreisläufe – das meint für ihn auch die Ausbildung junger Menschen und den fairen Umgang mit den Partnern vor Ort: „Wir verhandeln nicht über Preise, sondern über Werte.“ (www.b2-biomarkt.de)

 

BioMed X GmbH in Heidelberg

Ab ins Bootcamp

Wenn ein Unternehmen externe Teams für spezielle Aufgaben sucht, nennt man das auf Neudeutsch „Crowdsourcing“. Das 2013 gegründete Unter­nehmen BioMed X übernimmt als Dienstleister diese Aufgabe speziell für Firmen aus der Pharmabranche. „Wir suchen Talente aus aller Welt, die für unsere Kunden bestimmte Fragestellungen bearbeiten. Beispielsweise die Entwicklung einer Therapie gegen die Alzheimer-Krankheit“, so Christian Tidona, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Beim Suchen allein bleibt BioMed X dabei nicht stehen, sondern nimmt in aufwendig organisierten „Bootcamps“ die Auswahl der Teams vor und betreut diese auch, wenn sie an ihren Aufgaben tüfteln. „Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen“, nennt Tidona den Prozess. Und er plant bereits weiteres Wachstum: „Das Geschäftsmodell ist nicht auf die Pharmabranche beschränkt, es lässt sich auf beliebig viele andere Branchen ausweiten.“ (www.bio.mx)

  

CeGaT GmbH in Tübingen

Die beste Diagnostik für alle

Die Eltern waren verzweifelt, als ihr sechs Monate altes Baby lebens­bedrohende Symptome zeigte. Nur eine Knochenmarktransplantation schien sein Leben retten zu können. Die Wende zum Guten brachte eine Gen-Analyse bei der CeGaT GmbH in Tübingen: „Wir stellten mit dieser Analyse einen gut behandelbaren Defekt im Vitamin-B12-Stoffwechsel fest und konnten dem Kind, dem es inzwischen bestens geht, die Operation ersparen“, erinnert sich Saskia Biskup, die mit ihrem Mann Dirk Biskup das Unternehmen 2009 gegründet hat. Heute untersuchen mehr als 100 Mitarbeiter das Erbgut von jährlich mehr als 10.000 Patienten auf krank­heitsverursachende Veränderungen. Saskia Biskup ist überzeugt, dass in der Gen-Diagnostik die Zukunft liegt und dass sie zum Routinevorgang bei größeren Diagnosen und Eingriffen werden wird: „Jeder Mensch ist unterschiedlich und benötigt eine individuelle, genau auf seine Gene zugeschnittene Behandlung.“ (www.cegat.de)

 

Datavard GmbH in Heidelberg

Der Durst nach Durchblick

„Viele ertrinken in Daten und dürsten nach Informationen“, beschreibt Gregor Stöckler, Geschäftsführer der Datavard GmbH in Heidelberg, die Situation in zahlreichen Unternehmen. Denn Daten richtig und umfassend zu interpretieren ist weitaus schwieriger als sie zu generieren. Die richtige Interpretation und die Konsequenzen daraus wiederum können einen enormen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Genau deshalb übernahm Stöckler 2011 Datavard. Seine Überzeugung: „Wer als Unternehmen aus Daten am meisten Sinn generiert, wird gewinnen.“ Dazu suchen seine Mitarbeiter bei den Kunden nach SAP-Daten, die isoliert betrachtet von eingeschränkter Aussagekraft sind, in Kombination mit anderen aber mehr Sinn, also eine höherwertige Information ergeben. Diese Mitarbeiter sind es auch, deren Wert er fernab von Lippenbekenntnissen sehr schätzt. „Es ist mittlerweile wesentlich leichter geworden, Kunden zu finden, als qualifizierte Mit­arbeiter.“ Dennoch oder gerade deswegen will Stöckler mit seiner Firma wachsen: Acht Standorte hat er mittlerweile eröffnet. Die wichtigsten Märkte sind momentan Deutschland und die USA. (www.datavard.com)

 

Die Ligen GmbH in Stuttgart

Geschäfte unterhalb des TV-Radars

Was in der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga passiert, erfährt man nicht nur im Fernsehen, sondern auch aus der Zeitung, im Radio und von den lieben Kollegen. Aber was spielt sich eigentlich in der dritten Liga und darunter ab? Diese Spiele befanden sich früher „unterhalb des TV-Radars“, wie Markus Kleber und Timo Luippold es beschreiben. 2008 gründeten sie daher die Ligen GmbH, um das zu ändern. Heute bietet das Unternehmen (2015 Gewinner des CyberOne Hightech Award Baden-Württemberg in der Kategorie „Geschäftsfelderweiterung“) Medienanstalten, Vereinen und auch Talente-Scouts Woche für Woche jede Menge Filmmaterial von 15 Ligen in Deutschland. Rund 17.000 Spiele haben die rund 80 freien und 20 fest angestellten Mitarbeiter mittlerweile aufgezeichnet. Der Prozess, um die Filme bereitstellen zu können, wird mit einer selbstentwickelten Software gesteuert. Denn die Fußballmatches werden mit handelsüblichen Video­geräten aufgezeichnet und den Kunden über diverse Schnittstellen bereit­gestellt. „Das Geschäftsmodell lässt sich auch auf andere Sportarten und auf andere Länder übertragen“, erläutert Markus Kleber. (www.die-ligen.de)

 

Essert GmbH in Ubstadt-Weiher bei Bruchsal

Hier ist die Zukunft

Eintauchen in eine völlig neue Welt, die die Grenzen zwischen Mensch und Technik auflöst – das bieten Datenbrillen, die in den letzten Jahren immer mehr zur Marktreife geführt wurden. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist Christopher Essert: „Ich wusste nicht, wie eine Datenbrille funktionieren könnte“, erinnert er sich an seine Gründungsphase. „Aber ich wusste, sie würde eine große Wertschöpfung bedeuten, wenn es sie gäbe.“ Diese Idee ließ den gelernten Mechatroniker nicht ruhen: Im Jahr 2009 gründete er mit nur 21 Jahren die Essert GmbH in Ubstadt-Weiher bei Bruchsal und bietet heute das nach eigener Aussage „marktführende Produkt“ im Bereich Datenbrillen an. 30 Mitarbeiter unterstützen ihn dabei, davon keiner älter als 32 Jahre. „Hierarchie gibt es bei uns praktisch nicht“, beschreibt er das Betriebsklima. Dabei orientiert sich der Unternehmer an den Werten Qualität, Beständigkeit und Innovation. Auf dieser Grundlage soll das Unternehmen weiter wachsen. Seine Vision? Das Angebot auf Infor­ma­tionstechnologie im Bereich Mensch-Roboter-Konstellationen ausweiten. Denn hier, so ist sich Essert sicher, liegt die Zukunft. (www.essert.com)

 

KRAUS Maschinenbau GmbH in Spaichingen

Zusammenführen, was zusammen gehört

Wie kommen eigentlich der richtige Lieferschein und die passende Bedienungsanleitung zur Ware? Und wie wird eine Faltschachtel maschinell vorbereitet? „Die Sendung mit der Maus“ war zwar noch nie zu Gast, aber spannend ist es schon, wie man die richtigen Komponenten und Maschinen entwickelt und vertreibt, um genau solche Probleme zu lösen. Joachim Kraus gründete 2008 mit zunächst fünf Mitarbeitern die KRAUS Maschinenbau GmbH in Spaichingen. „Unmittelbar in die Krise hinein war das“, erinnert er sich, der sein Unternehmen allen Widrigkeiten zum Trotz mit heute 30 Mitarbeitern erfolgreich aufbaute. Sonderlösungen für aus­geklügelte Problemstellungen gehören dabei für Kraus genauso zum Alltag wie „Industrie 4.0“: Die Wartung vieler KRAUS-Maschinen in aller Welt erfolgt von der Zentrale in Spaichingen aus – ein Verfahren, das guten Service garantiert, Kosten senken hilft und dabei die Zufriedenheit der Kunden immer im Blick behält. (www.krausmb.de)

 

KUNBUS GmbH in Denkendorf

Damit Maschinen miteinander schwätzen können

Industrie 4.0 bedeutet im Wesentlichen, „dass Maschinen miteinander schwätzen können“, wie es Martin Kunschert, Geschäftsführer der KUNBUS GmbH in Denkendorf, ausdrückt. Damit das auch funktioniert, werden Sensoren benötigt, die fähig sind, Daten zu empfangen und zu verarbeiten. Kunschert entwickelte mit einem Hochschulprojekt seine Geschäftsidee und gründete im Jahr 2008 sein Unternehmen. Mit großem Erfolg: Inzwischen beschäftigt KUNBUS 119 Mitarbeiter. „Zu alt gibt es bei uns nicht“, erläutert Kunschert. „Wir stellen einen jungen Mitarbeiter genauso gerne ein wie einen 58-Jährigen.“ Bei der Entwicklung der Sensoren lädt das Unternehmen in Teilbereichen eine Community von acht Millionen Mitgliedern zum Mitforschen ein, um Anregungen zur Weiter­entwicklung der gesamten Produktpallette zu erhalten. So kommen kundenorientierte Lösungen wie zum Beispiel die Dokumentation von Wartungen in der Cloud oder die Bereitstellung einer App für das Smartphone zustande. Das Ziel? „Die bestmögliche und wirtschaftlichste Lösung zu finden.“ (www.kunbus.de)

 

LeaseRad GmbH in Freiburg

Die Erfinder des Fahrrad-Leasings

Klar, das Prinzip eines Firmenwagens kennen die meisten: Der Arbeitgeber stellt ein Fahrzeug zur Verfügung, der geldwerte Vorteil muss mit einem Prozent des Listenpreises versteuert werden. Das geht inzwischen sogar mit Fahrrädern! „Als Pionier habe ich 2008 mit der Gründung von LeaseRad dafür gekämpft, dass dieser Vorteil heute auch für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes gilt“, resümiert Gründer Ulrich Prediger. Am Anfang musste er durch intensive Lobbyarbeit die rechtlichen Grundlagen seines Unternehmens erst mühsam erkämpfen. Was den Erfolg von LeaseRad beflügelte? Der Trend zur nachhaltigen Mobilität, aber auch handfeste Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn Arbeitgeber können sich durch den automatisierten Prozess ohne größeren Aufwand als Leasing­nehmer registrieren und bezahlen dann die monatlichen Leasingraten. Arbeitnehmer wandeln einen Teil ihres Gehalts in einen Sachbezug um und können mit diesem Leasingmodell im Verhältnis zu einem Direktkauf bis zu 40 Prozent sparen. Dabei sind sie clever und umweltbewusst mobil auf dem Weg zur Arbeit und in der Freizeit. Heute beschäftigt das Unter­nehmen 73 Mitarbeiter und verfügt über ein bundesweites Netzwerk von mehr als 2.500 Fahrradhändlern und erreicht bereits 650.000 Arbeitnehmer. Parkplatzprobleme am Firmensitz in der Freiburger Innenstadt? „Haben wir nicht“, so Prediger, „wir alle sind Überzeugungstäter und kommen mit den Rädern zur Arbeit.“ (www.jobrad.org)

 

Lightshape GmbH & Co. KG in Stuttgart

Was morgen wird, schon heute zeigen

Was man lange nur aus „Star Trek“ kannte, ist inzwischen beinahe Realität: Auf dem „Holodeck“ geht es zur digitalen Achterbahnfahrt oder zum Kampf gegen den feuerspeienden Drachen. Möglich macht das Lightshape in Stuttgart, ein Unternehmen, das 3-D-Visualisierungen für Print, Film, Web und mobile Endgeräte zur Verfügung stellt. Denn ein Bild, das gilt im digitalen Zeitalter mehr denn je, sagt mehr als tausend Worte. Neben digitalen Spielereien bietet Lightshape aber auch Konfiguratoren für Automobilkunden oder die Darstellung von geplanten technischen Entwicklungen nach dem Motto: „Wir zeigen schon heute, was morgen wird.“ 16 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen inzwischen, das von Robin Wenk, Daniel Classen und Georg Fuhrmann 2007 gegründet wurde. Das visuelle Erlebnis ist dabei nur das eine – wichtig sind den Kunden auch handfeste Vorteile: Gegenüber herkömmlichen Verfahren sind im Gestaltungsprozess Einsparungen von bis zu 50 Prozent möglich. (www.lightshape.net)

 

Magictail GmbH in Waldkirch

Arielle für alle

Welches Mädchen träumt nicht davon, einmal Prinzessin zu sein? Oder eine Meerjungfrau? So auch die kleine Tochter von Kirsten Söller, die unbedingt eine Meerjungfrauenflosse haben wollte. Der Blick ins Internet machte jedoch schnell klar, dass so etwas außerordentlich teuer ist. „Da nähte ich meiner Tochter einfach selbst eine!“, erzählt Kirsten Söller, die ihr Unternehmen 2010 gegründet hat und seit 2013 gemeinsam mit Wolf Juhnke führt. Die begeisterten Rückmeldungen und zahlreichen Anfragen zeigten ihr, dass es einen Markt für Meerjungfrauen- und Nixenkostüme gibt. „Das Mermaid-Kostüm aus dem Show-Business für den Normal­verdiener“, nennt Wolf Juhnke das Angebot, mit dem die beiden inzwischen die Träume vieler Mädchen auf der ganzen Welt erfüllen – und damit auch mehr als 20 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten können. (www.magictail.de)

 

mb-Vermarktung in Schwäbisch Hall

Der Bio-Brückenbauer

In Europa gibt es in beinahe jedem Land verschiedene Bio-Siegel, und auch die EU hat ein eigenes Bio-Logo. In dieser verwirrenden Vielfalt ist für alle, die europaweit mit Bio-Geflügel handeln, das Vertrauen der Abnehmer zentral. Hier muss man, so Martin Bauer, auch die Produzenten gut kennen: „Je nach Mentalität in den einzelnen Ländern sind die Erwartungen an die Produkte sehr unterschiedlich“, erläutert der Gründer von mb-Vermarktung. Der 49-järhrige Agrar-Ingenieur stellt mit drei Mitarbeitern mit seinem 2009 gegründeten Unternehmen in elf Ländern Europas sowie in Dubai Handelsbeziehungen und Netzwerke zwischen Produzenten und Nachfrager her und betätigt sich dabei als „Brückenbauer“, wie er es nennt. Nur zu einem geringen Teil lagert seine mb-Vermarktung eingekaufte Ware selbst. Meist bringt er die Geschäftspartner direkt zusammen. Sein Kapital ist das Vertrauen, das ihm alle Seiten entgegenbringen. Damit er dieses Vertrauen auch zurückgeben kann, erwartet er von den Beteiligten Transparenz und hat ein eigenes Qualitätsmanagementsystem aufgebaut. (www.mb-vermarktung.de)

 

Oettinger GmbH in Malsch

Damit Neues entsteht

„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt“, wusste schon der italienische Dichter Dante Alighieri. Anpacken, Altes einreißen, damit Neues entstehen kann: So lässt sich die Arbeit von Robert Oettinger zusammenfassen. Er gründete 2006 als Ein-Mann-Baggerbetrieb das Bauunternehmen Oettinger, noch während seines Studiums. Gemeinsam mit seiner Frau Catrin wurde daraus im Laufe von zehn Jahren ein spezialisierter Bau-Dienstleister mit 60 Mitarbeitern. Das Erfolgsgeheimnis: Über die Jahre konzentrierte sich Oettinger immer mehr auf lukrative Geschäftsfelder wie Abbruch, Verwertung sowie Tief- und Tankstellenbau. „Was jeder kann, ist nicht unser Markt“, fasst Oettinger seine Geschäftsphilosophie zusammen. Verwurzelung in der Region, Inno­vation und Verlässlichkeit, Kundenbezug sowie erstklassige Ausstattung an Maschinen und Werkzeugen sind dabei sein Fundament, auf dem sich auch in Zukunft bestens aufbauen lässt. (www.oettinger-bau.de)

 

OPASCA GmbH in Mannheim

Gut vernetzt zur Strahlentherapie

Wer sich einer Strahlentherapie unterziehen muss, fühlt sich oft aus­geliefert und ohne Kontrolle über den eigenen Körper, den Tagesablauf und die genauen Behandlungsmethoden. OPASCA gibt den Patienten ein Stück Autonomie und damit Wohlgefühl zurück. Das von dem Unternehmen entwickelte Sicherheits- und Informationssystem baut auf intelligente Vernetzung und stellt den Betroffenen aktuelle Details zu ihrer Therapie, zu Terminen oder auch Verzögerungen im Behandlungsplan zur Verfügung. „Mit uns bekommen die Patienten ihre Selbstbestimmung zurück“, fasst Alexej Swerdlow das Konzept zusammen. Gemeinsam mit Timo Machmer und Steffen Liebscher entwickelte er die Idee dazu am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Gegründet wurde OPASCA dann 2011 in Mannheim. Ziel ist dabei nicht allein das Wohlbefinden der Patienten. „Nachweisbar verschieben sich bei Patienten unter Anspannung die inneren Organe, was den Erfolg der Strahlentherapie in Frage stellt“, erläutert Swerdlow. Demnach kann OPASCA Behandlungserfolge nachhaltig unterstützen. Und es hilft nicht nur den Patienten, sondern auch den Mitarbeitern der Strahlentherapie beim individuellen Klinik-Workflow, sei es bei der Terminplanung oder effizienteren Abläufen. (www.opasca.com)

 

Sallys Entertainment- und Handels-GmbH in Waghäusel

Business by Youtube

Muffins, Törtchen und Cupcakes zum Fingerablecken – kein Wunder, dass Sallys Backvideos zwölf Millionen Mal im Monat angeklickt werden! Eigentlich ist die Mutter von zwei Töchtern ja Grundschullehrerin. Aber schon ihre erste Backvorführung wurde auf Youtube gleich 12.000 Mal angeschaut – sie erfuhr das eher beiläufig von einem Bekannten. Heute hat Saliha Özcan eine unglaubliche Fangemeinde. „Bei mir sind vor allem die Zuschauer im Alter von 18 bis 54 Jahren zu finden“, erzählt die 27-jährige Unternehmerin und scheint immer noch selbst überrascht zu sein über ihren Erfolg. Als Tausendsassa realisiert sie neben ihrem Shop und Blog mit ihren Mitarbeitern auch Werbeagentur-Leistungen, produziert für Unternehmen Videos und bietet die Vermarktung von Events an. Längst arbeitet sie mit zahlreichen Lieferanten und Dienstleistern zusammen, wobei ihr Regionalität sehr wichtig ist: „Fahrt nicht fort, kauft vor Ort“, zitiert Özcan, die türkische Wurzeln hat, den badischen Volksmund. Deshalb möchte sie auch in Waghäusel bleiben, wo sie aus Platzgründen schon einige Male umgezogen ist. „Früher wurde es auf den sieben Quadrat­metern mit den vielen Kameras und Lampen recht eng“, schmunzelt sie. „Mittlerweile stehen uns insgesamt 700 Quadratmeter zur Verfügung, was uns viel mehr Möglichkeiten gibt.“ (www.sallyswelt.de)

 

s´Hebammenhaus GbR in Villingen-Schwenningen

Wo die Kleinen das Größte sind

Eine Gemeinschaft ist mehr als die Summe ihrer Mitglieder: Diese Wahrheit bestätigt sich einmal wieder bei den zwölf Hebammen, die sich 2007 zur s`Hebammenhaus GbR in Villingen-Schwenningen zusammengeschlossen haben. Als Einzelunternehmerin kann eine Hebamme lediglich sechs bis sieben Geburten im Monat betreuen, im Team können das bis zu 25 Geburten sein. Auch in der Organisation und Verwaltung genießt jede von ihnen durch den Zusammenschluss erhebliche Vorteile, weil sich Aufwand und Kosten für alle Hebammen reduzieren. Das Angebot des Hebammen­hauses kommt an: Rund zehn Prozent aller Geburten im Schwarzwald-Baar-Kreis werden von den zwölf Gesellschafterinnen und fünf freien Mitarbeitern begleitet. Damit noch mehr Eltern den Rundum-Service des Hebammenhauses in Anspruch nehmen können, will man nicht nur neue Gesellschafterinnen aufnehmen, sondern auch expandieren: In Triberg gibt es bereits eine Außenstelle. (www.shebammenhaus.de)

 

Socialbit GmbH in Markdorf am Bodensee

Menschlich programmiert

Software programmieren und den laufenden Betrieb betreuen – so könnte man das Geschäftsmodell der 2010 in Markdorf am Bodensee gegründeten Socialbit GmbH beschreiben. Allerdings würde man dabei das „social“ im Unternehmensnamen komplett übergehen. Denn egal, ob es um die Programmierung von Apps für Facebook-, Twitter- und Instagram-Anwendungen oder die Beratung, Konzeption und Gestaltung von Internet­auftritten geht: Für die Gründer steht die Mensch-Internet-Kommunikation im Mittelpunkt. „Wir beraten zum gesamten Prozess und übernehmen auch die Umsetzung“, erklärt Andre. Thum, der seit 2014 zur Geschäftsführung von Socialbit gehört. Beispielsweise bei der Konzeption einer Campingplattform. „So etwas gibt es ja schon“, gibt Thum unumwunden zu, „aber wir haben das von vornherein als ‚Facebook für Campingplatz-Interessierte‘ gesehen.“ Sozial und betrieblich motiviert zugleich ist das Engagement der Gründer rund um die Toolbox Bodensee e.V.. In den Räumen des gemeinnützigen Vereins können IT-Interessierte sich an kreativen Ideen ausprobieren. Für das Unternehmen ist das neben drei Auszubildenden eine wichtige Ressource zur Beschaffung von Fachkräften, denn die 16 derzeitigen Mitarbeiter sind mehr als ausgelastet. (www.socialbit.de)

 

Zedler Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit GmbH in Ludwigsburg

Die Fahrrad-Flüsterer

Lange und sicher in die Pedale treten – das ist die Vision von Dirk Zedler. Fahrräder haben den 53-Jährigen schon immer begeistert, deshalb fand Zedler als Sachverständiger für Fahrräder eigentlich seinen Traumberuf. Doch es ärgerte ihn, dass die Erkenntnisse und Ideen in seinen Gutachten meist in Aktenordnern verstaubten und fast nie aufgegriffen wurden. Deshalb entwickelte er ein effizientes Prüfsystem und bietet dieses seit 2010 mit seinem Unternehmen Zedler GmbH in Ludwigsburg als Dienstleistung an. Kunden können bei ihm an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr Stoß- und Überlastprüfungen für klassische Räder, aber auch E-Bikes vornehmen lassen. „Uns kommt entgegen, dass die Fahrradtechnologie mitten im Umbruch ist“, freut sich der Diplom-Ingenieur. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen elf Mitarbeiter. (www.zedler.de)

 

zigzag GmbH in Stuttgart

Von Marken und Menschen „Im Zentrum jeder Marke steht immer ein Mensch“, ist Florian Dusch überzeugt. Und für diesen speziellen Menschen hilft er mit seinem Team Anwendungen zu kreieren, die nicht nur funktional gut und intuitiv bedienbar sind. „Im Idealfall machen sie den Nutzern auch Freude!“ Wie eine Anwendung programmiert und gestaltet werden muss, hängt sehr stark davon ab, in welchem Markenumfeld sie bedient werden soll. „Ein BMW-Fahrer erwartet von seinem Navigationsgerät etwas anderes als ein Mercedes-Fahrer“, führt Florian Dusch als Beispiel an. Zusammen mit Anne Dusch und Hyung Keun Kim hat der heute 36-Jährige im Jahr 2012 die zigzag GmbH in Stuttgart gegründet. Der Software-Dienstleister begleitet die Entwicklung von Software und Design von Anwendungen, die zu einer bestimmten Marke passen sollen. Inzwischen sind sie zu elft und haben mehr als 50 Projekte gemeinsam betreut. (www.zigzag.is)

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